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Kakteen richtig pflegen Kakteenpflege
Kakteen gehören zur Familie der Cactaceae und sind sukkulente Pflanzen. Als Sukkulent wird eine Pflanze bezeichnet, die über längere Zeit Wasser speichert und somit längere Trockenperioden überstehen kann. Dabei wird zwischen Stamm-, Blatt- und Wurzelsukkulent unterschieden. Die größte Gruppe der Sukkulenten ist mit Sicherheit die Familie der Kakteen (Cactaceae).
Da die meisten Kakteen aus ihrer Heimat, während der
Wachstumszeit, hoher Hitze ausgesetzt sind, die in etwa bei 20
bis 35 Grad liegt, haben sie in den Sommermonaten einen hohen
Wärmebedarf. Kakteen die aus Wüstenregionen stammen brauchen
zusätzlich einen großen Temperaturunterschied zwischen Tag und
Nacht.
Fast alle Kakteen vertragen die volle Sonne, auch hier gibt es natürlich einzelne Ausnahmen. Generell gehören Kakteen jedoch zu den sonnenhungrigen Sukkulenten. Dabei gilt, je älter, behaarter oder bedornter der Sukkulent ist, umso näher kann man ihn an die Fensterscheibe rücken. Vorsicht jedoch bei frisch gekaufte Pflanzen aus dem Gartenmarkt, diese sollten nur langsam an die pralle Sonne gewöhnt werden, da sonst Blattverbrennungen entstehen Ab März beginnt im allgemeinem ihre Wachstumszeit. Damit steigt der Licht-, Wasser-, Temperatur- und Nährstoffbedarf der Kakteen. Nun kann man sie etwas wärmer stellen und vorsichtig mit dem Gießen beginnen. Vor einer erneuten Wassergabe sollte das Substrat jedoch antrocknen, denn einen permanent nassen Fuß führt mit Sicherheit zum Faulen der Wurzeln. Dann ist die Pflanze auch kaum noch zu retten. Gehören Kakteen auch zu unseren zähesten Zimmerpflanzen, beim Gießen ist jedoch Vorsicht geboten. Staunässe vertragen sie nicht.
In den Sommermonaten sollten sie wenn möglich ein regengeschütztes Plätzchen im Feien bekommen. Die Bedingungen sind dort deutlich besser als im geschlossenen Raum. Durch den Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht, der hohen Wärme und der Frischluft, ähnelt es den natürlichen Standort mehr und die Pflanze gedeiht so deutlich besser.
Kakteen müssen in der Regel erst dann umgetopft werden, wenn das alte Pflanzengefäß vollkommen durchwurzelt ist (2 bis 4 Jahre). Dies sollte im Frühjahr mit dem Beginn der Wachstumszeit (März) passieren. Dazu verwendet man eine spezielle Kakteenerde oder Blumenerde, die mit reichlich Sand, Perlite, Bims, Quarzsand oder Kies gesteckt ist. Selbst in nassem Zustand sollte das Substrat locker und wasserdurchlässig sein, um Staunässe und Wurzelfäule zu vermeiden. Es sollte eine leichte Durchwurzelung ermöglichen und ein geringes Wasserhaltevermögen haben. Bei der Wahl des neuen Pflanzengefäßes sollte man auf die Wurzelform achten. Pfahlwurzeln brauchen tiefe Töpfe, Faserwurzeln brauchen breite Töpfe. Tontöpfe sollten dabei bevorzugt werden. Sie haben den Vorteil, dass das Wasser schneller verdunsten kann und so weniger Gießschäden entstehen können.
In der Hauptwachstumszeit sollten Sukkulenten alle 2 bis 3 Wochen mit einem speziellen Kakteendünger versorgt werden. Dieser enthält viel Phosphor und Kali, aber nur wenig Kalk. Der Sickstoffgehalt ist ebenfalls sehr viel geringer als bei herkömmlichen Pflanzendünger. Ende August reduziert man die Wasser-und Düngegaben und stellt diese dann schließlich ganze ein. Werden die Sukkulenten Pflanzen vor den ersten Nachtfrösten wieder ins Haus geholt, benötigen sie einen kühlen Standort. Die meisten Sukkulenten brauchen während der Ruhephase niedrige Temperaturen, dass gilt besonders für Kakteen. Auch hier gibt es Ausnahmen, aber generell sollten die Temperaturen bei 5 bis 10 Grad liegen. Dabei müssen sie unbedingt trocken und hell stehen. Ist die Temperatur zu hoch oder das Substrat zu feucht blühen sie nicht und gehen meist durch Wurzelfäule ein.
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