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Stecklinge:

vegetative Vermehrung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei einem Steckling handelt es sich um einen Pflanzenteil, der  von der Mutterpflanze abgetrennt wird und dieselbe Merkmale aufweist. Dieser  sollte von  gesunden, jüngeren, noch nicht verholzten  Pflanzenteilen ohne Blütenknospen stammen. Hierbei  unterscheidet man zwischen Kopf- und Teilstecklingen:

Kopfsteckling Teilsteckling

Der Vorteil von Stecklingen liegt darin, dass man in relativ kurzer Zeit neue,  blühfreudige Pflanzen erhält.

Die Stecklinge von Topfpflanzen sollten im Durchschnitt  5 bis 12 cm lang sein, hängt aber sehr von der jeweiligen Pflanze ab. Um eine zu große Wasserverdunstung zu vermeiden sollte ein Steckling maximal 3 bis 4 Blätter besitzen. Hat eine Pflanze große Blätter empfiehlt es sich diese zu halbieren um die Verdunstungsfläche zu reduzieren.

Die Stecklinge schneidet man  mit einem scharfen, möglichst desinfizierten (stark erhitzten)  Messer ca 1 cm unterhalb eines  Blattknoten ab. Die untersten Blätter werden entfernt. Genau dort bilden sich später die neuen Wurzeln.  Der Steckling wird dann in nährstoffarmes und lockeres Substrat gesteckt. Spezielle Anzuchterden sind im Fachhandel erhältlich. Es kann aber auch normale Gartenerde mit reichlich Sand gesteckt verwendet werden. Wichtig dabei ist, dass das Substrat nicht zu nährstoffreich ist, bzw. zuviel Düngersalze aufweist.  Das Substrat muss mäßig feucht gehalten werden, aber auf keinenfall  darf es klitschnass sein.

Bei der Stecklingsvermehrung sind grundsätzlich  Temperaturen von 18 bis 25 Grad erforderlich. Besonders Wärme von unten ist für eine Bewurzelung sehr förderlich. Dabei ist eine hohe Luftfeuchtigkeit  sehr wichtig, diese sollte in den ersten Wochen bei 60 bis 80 % liegen. Deshalb ist eine Vermehrung in Gewächshäusern optimal. Man kann zu Hause auch mit einfachen Mitteln eine ähnliche Situation schaffen. Hierfür stülpt man eine durchsichtige Plastiktüte über das Pflanzengefäß und  stellt dieses an einem warmen, hellen Ort, ohne praller Sonne. Die Plastiktüte fixiert man mit einem  Gummiband am Topfrand.  Um Fäulnis zu vermeiden muss hin und wieder für Frischluft gesorgt werden. Besonders in der Anfangszeit sollte der Steckling oft mit temperiertem Wasser besprüht werden.

Jede Pflanze bewurzelt unterschiedlich schnell, dies kann bei manchen auch mehrere Monate dauern. Bei anderen wie z.B bei der Geranie bewurzelt ein Steckling ziemlich schnell und bereits nach wenigen Wochen haben sich Wurzeln gebildet. Entwickeln sich neue Blatter ist das ein Zeichen für eine erfolgreiche Bewurzelung. Nun kann auch die evt. verwendete Plastiktüte entfernt werden.

Man kann auch mit sogenannten Bewurzelungshormonen (Bewurzelungpulver) nachhelfen. Dabei wird der Steckling mit der Schnittstelle in das Bewurzelungspuler getaucht und anschließend in das Substrat gesteckt. Dies fördert eine schnellere und sichere Wurzelbildung und ist bei so manch hart bewurzelnden Pflanzen wie z. B bei der Bougaivillea zu empfehlen.

Manche Pflanzen (Efeutute) bewurzeln auch im Wasserglas problemlos. Auch hier muss der Steckling an einem warme Ort. Sobald sich ausreichend Wurzeln gebildet haben, kann  dieser vorsichtig in einem nicht allzu großen Topf gepflanzt werden.

 

 

 

 

 

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