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Gießen /Feuchtigkeitsbedarf

Pflanzen gießen!

Pflanzen optimal mit Wasser zu versorgen ist nicht so einfach. Die meisten Pflanzen werden durch zu gut gemeintes „Gießen“ geschädigt. Mit vorübergehender Trockenheit kommen die meisten Pflanzen eher zurecht, als mit Staunässe. Die Folge von Staunässe ist im Extremfall  das Faulen der Wurzeln, die Pflanze ist dann kaum noch zu retten.

allgemein gilt:

  • in der Ruhezeit wird wenig bis gar nicht gegossen

  • bei kühleren Standort wird weniger bis gar nicht gegossen

  • beim Austreiben der Pflanze (Blattbildung) wird mehr gegossen

  • während der Blüte wird mehr gegossen

  • bei hoher Temperatur wird mehr gegossen

  • je heller die Pflanze steht desto mehr wird gegossen

Natürlich hat jede Pflanze einen unterschiedlichen Wasserbedarf, dieser hängt auch stark von der Jahreszeit, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und der Witterung ab.

Beim Gießen sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass kein überschüssiges Wasser im Übertopf stehen bleibt. Genauso sollte für eine gute Drainage am Topfende gesorgt werden, damit des Wasser gut ablaufen kann. Staunässe ist für die meisten Pflanzen tödlich, ausgenommen ausgesprochene Sumpf- und Wasserpflanzen.

Pflanzen bitte niemals in der prallen Sonne gießen! Dabei entsteht eine sogenannte Brennglaswirkung. Durch Wassertropfen auf den Blättern und der prallen Sonneneinstrahlung kommt es zu Verbrennungen an den Blättern.

Generell sollte ohne Brausaufsatz, direkt in den Wurzelbereich gegossen werden, so dass die Pflanze (Blätter) kaum benetzt wird.

Kakteen sind extreme Wüstenstandorte gewohnt, können deshalb für lange Zeit Wasser speichern und überstehen problemlos längere Trockenperioden. Im Winter brauchen viele Kakteen jedoch einen kühlen Standort und sollten dann trocken stehen. Auch Dickblattgewächse wie Kalanchoe oder Crassula kommen ebenfalls mit längeren Trockenperioden problemlos zurecht.

Bei Grünpflanzen sollte allerdings nicht abgewartet werden bis die Blätter zu welken beginnen. Mit einer Fingerprobe erkennt man am besten ob wieder gegossen werden soll oder nicht.

Der richtige Zeitpunkt zum Gießen ist der frühe Vormittag, denn während des Tages verbraucht die Pflanze das meiste Wasser. Generell sollte zimmerwarmes Gießwasser verwendet werden, denn vor allem  wärmebedürftige Arten reagieren auf „kalte Füße“ sehr empfindlich. Besonders im Sommer ist direktes Wasser aus der Leitung ein Schock für Pflanzen. Das gleiche gilt beim Besprühen!

Ein weiteren Augenmerk sollte den Härtegrad (Kalkgehalt) des Wassers gewidmet werden. Dieser kann von Region zu Region sehr unterschiedlich ausfallen. Weist das Gießwasser einen hohen Härtegrad auf und werden die Pflanzen ständig damit gegossen, steigt der ph-Wert der Blumenerde. Folge = Chlorose; erst Zeichen dafür sind gelbe Blätter, Kümmerwuchs und ein Abfallen der Knospen und Blüten. Ein "Abstehenlassen" des Wassers kann  hilfreich sein, denn hierbei setzt sich der Kalk nach unten ab. Ab besten eignet sich jedoch Regenwasser, vorausgesetzt man hat die Möglichkeit es zu sammeln.

Empfindliche Pflanzen gegenüber kalkhaltiges Wasser (hartes Wasser) sind: Azalee, Hortensie, Kamelie, Farne, Orchidee, Zituspflanzen

Härtegrad des Wassers:

weich

1-7 °dH

mittel

7 -14 °dH

hart

14- 21 °dH

sehr hart 21 °dH

 

 

 

 

 

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